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Braucht es Regeln in der WG?

07. March 2018

Du ziehst in eine WG und willst bloss keine einengenden Regeln? Endlich die neugewonnene Freiheit geniessen und die Dinge spontan regeln. Niemand der einem vorschreibt, was zu tun ist. Deine Mitbewohner sind ähnlich entspannt und sehen das so wie du. So schön das anfangs klingt, nach einigen Wochen könnte der Haussegen schief hängen.

 

 

Weshalb es einige Regeln braucht

In der WG wird sich schnell zeigen, dass alle eine unterschiedliche Auffassung bezüglich Ordnung, Sauberkeit oder Ausgaben haben. In der Küche oder im Bad kann es durchaus sein, dass du deine Sachen nach dir aufräumst, während dein Mitbewohner alles liegen bleiben lässt. Das schmutzige Geschirr musst du dir am nächsten Tag zuerst selber abwaschen, bevor du Kochen kannst.

 

Beim ersten Mal sagst du aus Höflichkeit nichts, beim zweiten Mal nervst du dich und beim dritten Mal platzt dir der Kragen. Kurze Zeit später gibt es eine lautstarke Konfrontation im Korridor. Dies lässt sich mit einigen Abmachungen vorab vermeiden.

 

 

Wo braucht es Regeln?

Für die gemeinsam genutzten Räume der WG ist es ratsam, deren Benutzung sowie die Pflege anfangs zu besprechen. Das mag streng erscheinen, muss es aber nicht sein. Es ist z.B. möglich, dass es für alle genügt, wenn die Geschirrspülmaschine einmal in der Woche gut gefüllt wird und bis dahin alles gesammelt wird. Solange genug Geschirr zur Verfügung steht, ist alles in bester Ordnung. Wenn das vorher so abgemacht wurde, stört es dann auch niemanden.

 

Wichtig ist hier die Kommunikation. Es gilt vorher zu klären, ob die eigenen Vorstellungen bezüglich des Unterhalts mit denen der Mitbewohner übereinstimmen. Dies bezieht sich auf alle Aspekte des gemeinsamen Wohnens. Kompromissbereitschaft und Offenheit gegenüber anderen Einstellungen sind Grundvoraussetzungen für das Leben in der WG.

 

 

Einkaufen und Ausgaben

Alle gemeinsamen Ausgaben sollten besprochen werden. Seien dies Kleinigkeiten wie regelmässige Einkäufe oder grössere Anschaffungen wie Möbel und Ähnliches.  Budgetfragen zu klären ist unabdingbar für ein harmonisches Zusammensein. Bei den Einkäufen geht es hauptsächlich um Fragen wie: Welche Produkte werden in der WG von allen genutzt und gehören daher auf die gemeinsame Einkaufsliste? Zudem sollte besprochen werden, wer wann einkaufen geht. Wenn Bewohner A immer die Einkäufe erledigt und Bewohner B nie Zeit hat, jedoch immer gerne mitisst- und trinkt, könnte auch ein Einkaufsplan die Lösung sein.

 

 

Gäste in der WG

In jeder Wohnung sind Gäste erlaubt, so auch in der WG. Jedoch muss man auch die Hausordnung beachten und sich nach dieser richten. Besonders Ruhezeiten sollten nicht missachtet und bei Festen lieber die Nachbaren informiert werden. Gäste sind ein Punkt, der innerhalb der WG auch besprochen werden kann, jedoch viel Toleranz verlangt. Prinzipiell kann sie keiner dem anderen verbieten. Aber in einer Wohngemeinschaft ist Rücksicht auf die Mitbewohner sehr wichtig, daher sollte man ihnen Dauergäste nicht zumuten. Wer hingegen gar nicht mit Gästen klarkommt, ist in einer eigenen Wohnung möglicherweise besser aufgehoben.

 

 

Nachtruhe

Musik hören oder Film schauen am Abend kann schnell dazu führen, dass Mitbewohner gestört werden. Insbesondere wenn man am darauffolgenden Tag zur Arbeit muss oder an der Uni eine wichtige Prüfung absolviert. Aus diesem Grund sollte vorher abgeklärt werden, ob sich die Mitbewohner an Deiner Musik oder Deinen anderen Plänen an diesem Abend stören.

Wein - braucht es Regeln in der WG

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